Das erste Astrologiezentrum im Ruhrgebiet

Das Ruhrgebiet mit seiner Vergangenheit aus Kohle und Stahl hatte lange den Ruf einer kulturarmen Gegend. Mit der Gründung der ersten großen Universität, der Ruhr-Universität in Bochum (RUB), begann eine neue Entwicklung. Im Verlauf von rund vierzig Jahren entstand eine lebendige Kulturszene im ehemals schwarzen Revier.

Auch für Astrologie-Interessierte gab es bereits in den späten fünfziger Jahren einen Treffpunkt, nämlich in der Arztpraxis der Freifrau und Baronin Olga von Ungern-Sternberg. In ihren “heiligen Hallen” an der Kortumstraße 25 in Bochums Stadtmitte entstand Anfang der neunziger Jahre die Idee, ein Astrologie-Zentrum zu gründen und in einer Astrologie-Schule eine mehrjährige und professionelle Astrologie-Ausbildung anzubieten.

Der Startschuss für das erste Astrologie-Zentrum im Ruhrgebiet fiel, als der deutsche Astrologenverband (DAV) 1990 auf seiner Mitgliederversammlung beschloss, DAV-Ausbildungszentren zu gründen. Am 1. Juli 1991 existierten bereits fünf DAV-Ausbildungszentren in folgenden Städten.

  1. Das Ausbildungszentrum Berlin, von Mona Riegger, Martin Garms und Markus Jehle gegründet
  2. Das Ausbildungszentrum Ruhrgebiet, in Bochum von Anita Günther, Brigitte Rieser und Monika Heer gegründet
  3. Das Ausbildungszentrum Karlsruhe, von Ernst Ott gegründet
  4. Das Ausbildungszentrum Freiburg, von Dr. Peter Niehenke gegründet
  5. Das Ausbildungszentrum Bamberg, von Otto Johannes Schmidt gegründet

 
Einige Monate später gründete Heidi Treier ihr DAV-Ausbildungszentrum in Köln. Seitdem sind 25 Jahre ins Land gegangen, viele neue Ausbildungs-Zentren sind dazu gekommen, einige Zentren verschwanden wieder ganz von der Bildfläche. Heute gibt es deutschlandweit 19 Ausbildungszentren, die Zentren in Berlin, Köln und Karlsruhe sind die ältesten Zentren. Sie können 2016 ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Herzlichen Glückwunsch an Markus Jehle, Ernst Ott und Heidi Treier.

Die Geschichte des ersten Astrologie-Zentrums Ruhrgebiet endet bereits Mitte der neunziger Jahre. Von 1991 bis 1993 unterrichten Brigitte Rieser, Anita Günther und Monika Heer gemeinsam jeweils zwei bis drei Ausbildungsgruppen im Jahr, in Kooperation mit dem IAG, einer Bochumer Weiterbildungseinrichtung.

Monika Heer verlässt das Astrologiezentrum Ruhrgebiet 1993, um in ihrem Beruf als Historikerin zu arbeiten und mit Ausstellungen zur Ruhrgebietsgeschichte den Prozess der Umgestaltung des Ruhrgebiets zu begleiten. Anita Günther entscheidet sich für eine Karriere als NLP-Trainerin. Brigitte Rieser macht alleine weiter und übergibt das Astrologiezentrum Ruhrgebiet Ende 1997 an Gertrud Hamers, Leiterin des DAV-Zentrums Rhein-Main-Gebiet.

Brigitte Rieser, 1943 geboren, ist 2007 im Alter von 64 Jahren verstorben. Anita Günther heißt heute Anita Heyer. Sie ist verheiratet und lebt und arbeitet in Bad Homburg.

Monika Heer hat sich nach vielen Jahren an den Museen des Ruhrgebiets doch noch entschieden, Astrologie zu ihrem Hauptberuf zu machen. Seit 2001 betreibt sie mit Astrologos – eine neue Art des Denkens einen Blog, ihre astrologische Beratungspraxis und das Astrologiezentrum Bochum, dass seit 2004 als DAV-Ausbildungszentrum anerkannt ist.

Sie ist Buchautorin und veröffentlicht regelmäßig in astrologischen Fachzeitschriften und in ihrem Blog Neptunwelten.